Lagerkennzahlen

Englisch: Warehouse KPIs Kennzahlen

Lagerkennzahlen (englisch: Warehouse KPIs – Key Performance Indicators) machen die Leistung eines Lagers messbar und vergleichbar. Sie beantworten drei Grundfragen: Wie effizient nutzen wir Bestand und Fläche? Wie produktiv arbeiten wir? Wie gut ist die Qualität unserer Lieferungen?

Bestands- und Flächenkennzahlen

  • Lagerumschlagshäufigkeit: Wie oft dreht der Bestand pro Jahr?
  • Durchschnittliche Lagerdauer: Wie lange liegt Ware im Schnitt?
  • Bestandsgenauigkeit: Übereinstimmung von Buch- und Ist-Bestand (Ziel: nahe 100 %).
  • Flächen-/Platznutzungsgrad: Anteil belegter an verfügbaren Plätzen.

Leistungskennzahlen

  • Picks pro Stunde: Kommissionierleistung je Mitarbeiter oder Bereich.
  • Auftragsdurchlaufzeit: Vom Auftragseingang bis zur Versandbereitstellung.
  • Wareneingangs-Durchlaufzeit: Von der Ankunft bis zum verfügbaren Bestand.
  • Auslastung: Personal-, Geräte- und Toreauslastung im Tagesverlauf.

Qualitätskennzahlen

  • Kommissionierfehlerquote: Fehlerhafte Positionen je 1.000 Picks.
  • Servicegrad / OTIF: Vollständig und pünktlich erfüllte Aufträge.
  • Retourenquote aus Lagerfehlern: Rücksendungen, deren Ursache im Lager liegt.
  • Inventurdifferenzen: Wert und Häufigkeit der Abweichungen.

Kennzahlen brauchen Buchungsdaten

Kennzahlen sind nur so gut wie ihre Datenbasis. Ein Warehouse Management System erzeugt sie als Nebenprodukt des Betriebs: Jede gescannte Bewegung trägt Zeitstempel, Menge und Verursacher – Auswertungen entstehen ohne Strichlisten und Excel-Schätzungen. Wichtig ist die Auswahl: Wenige, konsequent verfolgte Kennzahlen mit klarer Verantwortung bewirken mehr als ein Dashboard mit vierzig Ampeln.