Die ABC-Analyse (englisch: ABC Analysis) klassifiziert Artikel nach ihrer Bedeutung – typischerweise nach Umsatz-, Verbrauchswert oder Zugriffshäufigkeit. Sie beruht auf der Pareto-Beobachtung: Ein kleiner Teil der Artikel macht den Großteil des Geschehens aus.
Die Klassen
- A-Artikel: Die wichtigsten ~10–20 % der Artikel, die ~70–80 % des Werts oder der Zugriffe ausmachen.
- B-Artikel: Das Mittelfeld – moderater Anteil an Wert und Bewegung.
- C-Artikel: Die große Masse der Artikel mit geringem Einzelbeitrag – oft 50 % und mehr des Sortiments, aber nur wenige Prozent des Werts.
Die Grenzen sind Konvention, nicht Naturgesetz – entscheidend ist die konsequente Anwendung.
ABC im Lager: Wofür die Klassen gut sind
- Slotting: A-Artikel (nach Zugriffen!) gehören auf die besten Plätze – griffnah, ergonomisch, am Anfang des Laufwegs.
- Disposition: A-Artikel (nach Wert) verdienen engmaschige Überwachung und knappe Bestände, C-Artikel einfache Bestellregeln mit größeren Losen.
- Inventur: Zählstrategien lassen sich nach Klassen staffeln – A-Artikel öfter, C-Artikel seltener.
Die sinnvolle Ergänzung: XYZ
Die XYZ-Analyse ergänzt die Wert- um die Vorhersagbarkeits-Dimension: X-Artikel haben gleichmäßigen, Z-Artikel sporadischen Verbrauch. Die Kombination ergibt die Handlungsmatrix – AX (wertvoll, planbar: knapp disponieren, automatisieren) bis CZ (billig, sporadisch: Puffer oder auf Bestellung).
Ein Warehouse Management System liefert die Datengrundlage frei Haus: Zugriffe, Verbräuche und Bestandswerte fallen bei jeder Buchung an – die Analyse aktualisiert sich damit laufend statt einmal im Jahr in Excel.