Nachschub (englisch: Replenishment) bezeichnet das Auffüllen der Kommissionierplätze aus dem Reservelager. In vielen Lägern sind die Bestände zweigeteilt: Griffnahe Pickplätze halten kleine Mengen für die schnelle Entnahme, während der Großteil des Bestands auf Reserveplätzen – etwa im Hochregal – lagert.
Warum Nachschub ein eigener Prozess ist
Läuft ein Pickplatz leer, steht die Kommissionierung für diesen Artikel still: Aufträge bleiben unvollständig, Mitarbeiter warten oder machen Extrawege. Rechtzeitiger Nachschub ist deshalb entscheidend für einen flüssigen Kommissionierbetrieb – gerade zu Stoßzeiten.
Nachschubstrategien
- Meldebestandsgesteuert: Unterschreitet der Pickplatz eine definierte Menge, löst das System automatisch einen Nachschubauftrag aus.
- Bedarfsgesteuert: Der Nachschub wird aus den anstehenden Aufträgen berechnet – aufgefüllt wird, was die nächste Kommissionierwelle tatsächlich braucht.
- Zeitgesteuert: Auffüllung in festen Fenstern, etwa vor Schichtbeginn, wenn die Gassen frei sind.
Umsetzung im Warehouse Management System
Ein WMS überwacht die Pickplatzbestände in Echtzeit, erzeugt Nachschubaufträge automatisch und priorisiert sie so, dass die Ware am Platz ist, bevor der Kommissionierer sie braucht. Der Nachschub wird als Umlagerung gebucht und bleibt damit lückenlos nachvollziehbar.