Eine Umlagerung (englisch: Stock Transfer oder Bin-to-Bin Transfer) ist die Bewegung von Bestand von einem Lagerplatz auf einen anderen – innerhalb desselben Lagers oder zwischen verschiedenen Lagern beziehungsweise Standorten.
Typische Gründe für Umlagerungen
- Nachschub: Ware wandert vom Reservelager in den Kommissionierbereich, sobald der Entnahmeplatz zur Neige geht.
- Platzoptimierung: Bestände werden zusammengeführt, um angebrochene Ladungsträger zu konsolidieren und Plätze freizumachen.
- Reorganisation: Nach einer ABC-Analyse werden Schnelldreher in griffnahe Zonen verlagert.
- Sortimentspflege: Saisonware wechselt zwischen aktiver Zone und Reservefläche.
- Standortverlagerung: Bestand wird an ein anderes Lager oder eine Filiale abgegeben.
Buchung und Nachvollziehbarkeit
Entscheidend ist, dass jede physische Bewegung auch im System gebucht wird – sonst zeigt der Bestand auf dem alten Platz Ware an, die dort längst nicht mehr liegt. Im scannergeführten Lager quittiert der Mitarbeiter Quellplatz, Artikel und Zielplatz; die Buchung erfolgt in Echtzeit und lückenlos nachvollziehbar.
Umlagerung im WMS
Ein Warehouse Management System erzeugt Umlageraufträge automatisch – zum Beispiel als Nachschubauftrag bei Unterschreiten eines Mindestbestands am Pickplatz – und verteilt sie als mobile Aufgaben an die Mitarbeiter. So bleiben Bestandsführung und Realität jederzeit synchron.