Der Gabelstapler (englisch: Forklift oder Forklift Truck) ist das Universalfahrzeug des Lagers: Er nimmt palettierte Ware mit den Gabelzinken auf, transportiert sie und hebt sie auf Regal- oder Stapelhöhe. Kaum ein Lager kommt ohne Flurförderzeuge aus – die Bauart entscheidet über Gassenbreite, Hubhöhe und Einsatzgebiet.
Die wichtigsten Bauarten
- Frontstapler (Gegengewichtsstapler): Der Klassiker für Rampe, Hof und Blocklager – robust, schnell, auch im Außeneinsatz. Braucht breite Gassen (ca. 3,5–4 m).
- Schubmaststapler (Reach Truck): Der Mast fährt zum Aufnehmen aus – kompakte Bauform für Palettenregale bis gut 11 m Höhe bei ca. 2,7–3 m Gassenbreite. Das Arbeitstier im Regallager.
- Schmalgangstapler: Mit Schwenkschubgabel für Gassen unter 2 m – siehe Schmalganglager.
- Niederhubwagen („Ameise”) und Hochhubwagen: Für Bodentransporte, Verladung und niedrige Hübe – elektrisch oder handhydraulisch.
- Kommissionierstapler: Die Bedienperson fährt mit der Last, ideal für Pickvorgänge in mittleren Höhen.
Sicherheit und Qualifikation
Staplerfahren erfordert einen Befähigungsnachweis („Staplerschein”) und eine jährliche Unterweisung; die Fahrzeuge unterliegen der wiederkehrenden Prüfung (in Deutschland u. a. nach DGUV). Verkehrswege, Geschwindigkeiten und die Trennung von Fußgängerbereichen gehören in jedes Lagerlayout.
Anbindung ans System
Mit Staplerterminal oder MDE-Gerät wird der Stapler zum mobilen Arbeitsplatz: Das Warehouse Management System schickt Transportaufträge direkt aufs Terminal, quittiert wird per Scan – Leerfahrten sinken, jede Bewegung ist gebucht.