Die Palette (englisch: Pallet) ist der Standard-Ladungsträger der Logistik: eine flache, unterfahrbare Plattform, auf der Ware zu einer Ladeeinheit gebündelt, transportiert und gelagert wird. Ihre genormten Maße prägen die gesamte Lieferkette – von der LKW-Breite über Regaltiefen bis zu Toren und Fördertechnik.
Gängige Palettentypen
- Europalette (EPAL): 1200 × 800 mm, das Rückgrat der europäischen Logistik – tauschfähig und genormt.
- Industriepalette: 1200 × 1000 mm, verbreitet in Industrie und Getränkelogistik.
- Halbpalette (Düsseldorfer Palette): 800 × 600 mm, beliebt als Displaypalette im Handel.
- Einwegpaletten: Leichtbau für den einmaligen Export – keine Rückführung, aber auch kein Tauschwert.
- Kunststoff- und Hygienepaletten: Für Lebensmittel, Pharma und Reinräume – waschbar, splitterfrei, oft mit fester Eigentümerbindung.
- Gitterboxen: Stapelbare Stahlbehälter (1240 × 835 mm) für Schüttgut und Metallteile.
Paletten als Verwaltungsobjekt
Im Lager ist die Palette mehr als Holz: Sie ist die buchbare Einheit. Ein Warehouse Management System führt Bestände palettenbezogen – jede Palette hat ihre Identität (etwa eine NVE), ihren Inhalt, ihre Charge und ihren Platz. Dazu kommt die Leergutverwaltung: Tauschpaletten sind bares Geld, und Tauschkonten je Kunde, Lieferant und Spediteur gehören zur sauberen Lagerbuchhaltung.
Qualität zählt
Beschädigte Paletten verursachen Regalschäden, Anlagenstörungen und Unfälle. Wareneingangskontrolle und definierte Qualitätsklassen (etwa bei EPAL: neu, gebraucht Klasse A/B/C) sind deshalb fester Bestandteil des Palettenmanagements.