Slotting

Englisch: Slotting Prozesse

Slotting (im Deutschen auch: Lagerplatzoptimierung) ist die systematische Zuordnung von Artikeln zu den für sie optimalen Lagerplätzen. Ziel ist, die Summe aus Wegzeiten, Greifzeiten und Nachschubaufwand zu minimieren – das Lager wird schneller, ohne dass ein einziger zusätzlicher Mitarbeiter nötig ist.

Kriterien für den optimalen Platz

  • Zugriffshäufigkeit: Schnelldreher (A-Artikel) gehören in griffnahe Zonen und ergonomische Greifhöhen, Langsamdreher nach oben oder ans Ende der Gasse.
  • Affinität: Artikel, die oft gemeinsam bestellt werden, liegen benachbart.
  • Gewicht und Volumen: Schweres unten und an den Anfang des Laufwegs (Stapelreihenfolge im Behälter!), Sperriges an Plätze mit passender Geometrie.
  • Ergonomie und Sicherheit: Häufige Griffe in Hüfthöhe, Gefahrstoffe in zugelassene Bereiche.
  • Saisonalität: Vor der Saison rücken Saisonartikel in die A-Zone, danach wieder heraus.

Slotting ist kein einmaliges Projekt

Sortiment und Nachfrage ändern sich laufend – der optimale Zustand von heute ist in sechs Monaten veraltet. Gute Praxis ist ein regelmäßiger Slotting-Zyklus auf Basis aktueller Zugriffszahlen, umgesetzt in kleinen Portionen über Umlagerungsaufträge in nachfrageschwachen Zeiten.

Ein Warehouse Management System liefert dafür die Datengrundlage (Zugriffe, Wege, ABC-Klassen) und erzeugt die Umlageraufträge, mit denen die neue Platzordnung Schritt für Schritt Realität wird.