Bei der Wellenkommissionierung (englisch: Wave Picking) werden Aufträge nicht einzeln und sofort bearbeitet, sondern zu zeitlich getakteten Paketen – den Wellen – gebündelt. Eine Welle fasst zum Beispiel alle Aufträge zusammen, die zum 14-Uhr-Cut-off des Paketdienstes raus müssen, oder alle Aufträge einer Tour, einer Filialgruppe oder eines Lagerbereichs.
Wie eine Welle abläuft
Das Warehouse Management System plant die Welle im Voraus: Es prüft Bestände, reserviert Ware, erzeugt Nachschubaufträge für die Pickplätze und teilt die Arbeit auf Mitarbeiter und Zonen auf. Zum Startzeitpunkt werden alle Picklisten der Welle freigegeben; am Ende laufen die Teilmengen in der Konsolidierung oder Packerei wieder zusammen.
Vorteile
- Planbare Auslastung: Personal und Fördertechnik werden gleichmäßig ausgelastet statt vom Auftragseingang getrieben.
- Termintreue: Versandschlüsse und Tourenabfahrten geben den Takt vor – was in der Welle ist, schafft den Cut-off.
- Effiziente Wege: Innerhalb der Welle lassen sich Aufträge verdichten und Laufwege optimieren.
Grenzen
Wellen brauchen Vorlauf: Eilaufträge, die nach Wellenstart eintreffen, müssen als Expressnachschub oder Einzelpick behandelt werden. Moderne Systeme kombinieren deshalb Wellen mit einer kontinuierlichen Auftragsfreigabe – die Welle für das Massengeschäft, der Direktpick für den Eilfall.