Multi-Order-Picking

Englisch: Multi-Order Picking Prozesse

Beim Multi-Order-Picking (englisch auch: Batch Picking) kommissioniert ein Mitarbeiter mehrere Aufträge gleichzeitig in einem einzigen Rundgang. Statt für jeden Auftrag einzeln durchs Lager zu laufen, führt er einen Kommissionierwagen mit mehreren Behältern – je Auftrag ein Behälter – und entnimmt an jedem Lagerplatz die Summe aller benötigten Mengen.

So funktioniert es

Das Warehouse Management System bündelt geeignete Aufträge zu einem Batch und berechnet einen optimierten Laufweg. Am Lagerplatz zeigt das MDE-Gerät die Gesamtmenge an; anschließend verteilt der Mitarbeiter die Stücke auf die Auftragsbehälter – bei geführten Systemen zeigt ein Display oder ein Put-to-Light-Signal, in welchen Behälter wie viele Stücke gehören.

Der Effekt: Wege teilen sich

Der Laufweg ist der größte Zeitfresser der Kommissionierung. Beim Multi-Order-Picking verteilt sich ein Rundgang auf vier, acht oder zwölf Aufträge – die Wegzeit pro Auftrag sinkt drastisch. Besonders im E-Commerce mit vielen kleinen Aufträgen (ein bis drei Positionen) ist das Verfahren Standard.

Die Herausforderung: Verteilfehler

Wo sortiert wird, kann falsch sortiert werden. Gegenmittel sind eindeutig nummerierte Behälterplätze, Quittierung per Scan und Put-to-Light-Anzeigen. Richtig umgesetzt ist Multi-Order-Picking damit nicht nur schneller, sondern auch genauso sicher wie der Einzelpick.