Seriennummer

Englisch: Serial Number Bestandsführung

Eine Seriennummer (englisch: Serial Number, kurz S/N) identifiziert ein einzelnes Exemplar eines Artikels eindeutig. Während die Chargennummer eine ganze Produktionsmenge kennzeichnet, steht die Seriennummer für genau ein Stück – typisch bei Elektronik, Maschinen, Werkzeugen, IT-Hardware und überall dort, wo Garantie, Wartung oder Sicherheit am Einzelgerät hängen.

Charge vs. Seriennummer

Der Unterschied liegt in der Granularität: Eine Charge beantwortet „aus welchem Produktionslos stammt diese Ware?”, die Seriennummer beantwortet „welches konkrete Gerät ist das?”. Beide können kombiniert auftreten – ein Gerät gehört zu einer Fertigungscharge und trägt zusätzlich seine individuelle Nummer.

Seriennummern im Lagerprozess

  • Wareneingang: Die Seriennummern werden beim Vereinnahmen gescannt – ab jetzt ist bekannt, welche Geräte im Haus sind.
  • Lagerung: Je nach Anforderung wird nur der Bestand („5 Stück”) oder jedes Einzelstück platzgenau geführt.
  • Warenausgang: Beim Kommissionieren oder Verpacken wird gescannt, welche konkreten Seriennummern an welchen Kunden gehen – entscheidend für Garantieabwicklung und Diebstahlschutz.
  • Retoure: Über die Seriennummer lässt sich prüfen, ob das zurückgesendete Gerät wirklich aus der eigenen Lieferung stammt.

Aufwand und Nutzen

Seriennummernerfassung kostet Handgriffe – pro Stück ein Scan. Ein Warehouse Management System hält den Aufwand klein, indem es die Erfassung an den Prozessschritt legt, an dem die Ware ohnehin in der Hand ist, und Mehrfachscans per Liste oder 2D-Code bündelt.