Der Barcode (deutsch auch: Strichcode) ist das Arbeitspferd der Lageridentifikation: Eine maschinenlesbare Darstellung von Daten, die mit Scannern in Sekundenbruchteilen fehlerfrei erfasst wird. Im Lager klebt er auf Artikeln, Lagerplätzen, Ladungsträgern, Packstücken und Belegen – und macht jeden Prozessschritt quittierbar.
Die wichtigsten Codes im Lager
- EAN-13 / GTIN: Der Handelscode auf dem Endprodukt – identifiziert den Artikel.
- Code 128 / Code 39: Kompakte lineare Codes für Platznummern, Auftragsnummern, interne IDs.
- GS1-128: Der Logistikstandard – transportiert über Datenbezeichner mehrere Informationen in einem Code: GTIN, Charge, MHD, Menge, NVE.
- 2D-Codes (Data Matrix, QR): Speichern viel auf kleiner Fläche, lesbar auch bei Teilbeschädigung – Standard in Pharma (Serialisierung) und Elektronik.
Warum Scannen schlägt Tippen
Die Fehlerrate manueller Eingaben liegt um Größenordnungen über der eines Scans. Jeder Scan ist zugleich eine Prüfung: Wer den falschen Platz oder Artikel scannt, bekommt sofort eine Fehlermeldung – nicht erst bei der Inventur oder der Kundenreklamation.
Praxis im WMS
Ein Warehouse Management System ist konsequent scannergeführt: Platzetiketten bestätigen die Position, Artikelcodes die Ware, NVE-Etiketten das Packstück. Die Barcodes dafür erzeugt und druckt das System selbst – von der Platznummer bis zum GS1-128-Versandetikett. Kein Spezialwissen nötig, nur saubere Etiketten und ein Scanner.