Permanente Inventur

Englisch: Perpetual Inventory Prozesse

Die permanente Inventur (englisch: Perpetual Inventory) verteilt die gesetzlich vorgeschriebene Bestandsaufnahme über das gesamte Geschäftsjahr: Statt einmal im Jahr das ganze Lager stillzulegen, wird laufend gezählt – Artikel für Artikel, Platz für Platz. Jeder Artikel muss dabei mindestens einmal im Jahr körperlich aufgenommen werden.

Voraussetzungen

Handelsrechtlich zulässig ist die permanente Inventur nur, wenn die Lagerbuchführung jederzeit den Sollbestand nach Art, Menge und Wert nachweisen kann und alle Zu- und Abgänge einzeln belegt sind. Genau das leistet ein Warehouse Management System: Jede Bewegung wird mit Beleg, Zeitstempel und Benutzer gebucht.

Wie im Alltag gezählt wird

Bewährt haben sich anlassbezogene Zählungen, die sich in den Tagesbetrieb einfügen:

  • Nullkontrolle: Meldet das System einen Platz als leer, bestätigt der Mitarbeiter das mit einem Blick – die günstigste Zählung überhaupt.
  • Platzbezogene Zählaufträge: Das System verteilt Zählungen über das Jahr, bevorzugt in nachfrageschwachen Zeiten.
  • Ereignisgesteuert: Nach Differenzen, Retouren oder Bruch wird der betroffene Platz sofort nachgezählt.

Vorteile

Kein Lagerstillstand, keine Wochenend-Zählaktionen, dauerhaft hohe Bestandsgenauigkeit – und Differenzen fallen auf, wenn sie entstehen, nicht erst Monate später am Bilanzstichtag.