Eine Ladeeinheit (englisch: Unit Load) ist die Bündelung von Ware auf oder in einem Ladungsträger zu einer gemeinsam handhabbaren Einheit – etwa eine mit Kartons bepackte, foliengewickelte Europalette. Das Prinzip dahinter: Nicht 60 einzelne Kartons werden bewegt, sondern eine Einheit – mit einem Staplerhub, einem Scan, einer Buchung.
Aufbau einer Ladeeinheit
- Ladungsträger: Palette, Gitterbox, Behälter oder Rollcontainer als Basis.
- Packgut: Möglichst im Verbund gestapelt – versetzte Lagen erhöhen die Stabilität, Überstände über die Palettenkante sind tabu (Beschädigungs- und Regalrisiko).
- Ladeeinheitensicherung: Stretchfolie, Umreifungsbänder, Schrumpfhauben oder Antirutschzwischenlagen halten die Einheit zusammen – zu unterscheiden von der Ladungssicherung im Fahrzeug.
- Kennzeichnung: Das Etikett (idealerweise mit NVE) macht die Einheit identifizierbar.
Warum Ladeeinheiten die Logistik takten
Genormte Ladeeinheiten sind die Voraussetzung für effiziente Prozesse: Regalfächer, Fördertechnik, LKW-Ladeflächen und Übergabeplätze sind auf sie ausgelegt. Höhen- und Gewichtsgrenzen je Lagerbereich (z. B. max. 1,80 m im Standardregal, schwere Einheiten nur unten) fließen als Regeln in die Lagerplanung ein.
Im Warehouse Management System
Ein WMS führt Bestände auf Ladeeinheiten-Ebene: Jede Einheit hat Identität, Inhalt, Gewicht und Platz. Ganze Einheiten wandern mit einem Scan durchs Lager („Full Pallet Handling”), angebrochene Einheiten werden sauber als Anbruch geführt – so bleibt auch bei gemischten Beständen jede Bewegung eindeutig.