Das Mindesthaltbarkeitsdatum (kurz MHD, englisch: Best Before Date) gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält. Davon zu unterscheiden ist das Verbrauchsdatum (englisch: Use-by Date) bei leicht verderblichen Waren – nach dessen Ablauf darf die Ware nicht mehr verkauft werden.
MHD als Lagerthema
Für das Lager ist das MHD eine Steuerungsgröße mit direkten Konsequenzen:
- Erfassung im Wareneingang: Das MHD wird je Charge erfasst – per Scan (etwa aus dem GS1-128-Barcode) oder manuell. Ohne Datum keine Einlagerung von MHD-Ware.
- Entnahmesteuerung: Die Auslagerung folgt FEFO – die kürzeste Resthaltbarkeit verlässt das Lager zuerst.
- Restlaufzeitprüfung: Viele Handelskunden akzeptieren nur Ware mit definierter Mindest-Restlaufzeit. Das System prüft das je Auftrag und Kunde.
- Sperrlogik: Läuft das MHD ab oder unterschreitet es die Verkaufsgrenze, wandert die Charge automatisch in den Sperrbestand – zur Sonderverwertung, Spende oder Entsorgung.
Ohne System wird es riskant
Handschriftliche MHD-Listen und der „prüfende Blick beim Picken” funktionieren nur bei winzigen Sortimenten. Sobald hunderte Chargen parallel liegen, braucht es eine chargen- und datumsgenaue Bestandsführung – sonst entdeckt die Inventur, was der Kunde besser nie gesehen hätte: abgelaufene Ware im verfügbaren Bestand.