Ein Kleinladungsträger (kurz KLT, englisch: Small Load Carrier) ist ein genormter Kunststoffbehälter für Kleinteile – ursprünglich vom Verband der Automobilindustrie (VDA) für die Zulieferkette standardisiert, heute in Industrie und Lagerlogistik allgegenwärtig. Die Grundmaße folgen dem Palettenraster: 600 × 400, 400 × 300 oder 300 × 200 mm – so füllen KLT eine Europalette immer restlos aus.
Typen und Merkmale
- VDA-KLT (z. B. R-KLT, RL-KLT): Die Automotive-Standards mit glattem oder verripptem Boden, definierten Stapelrändern und Etikettenfeldern.
- Eurobehälter: Die generische Industrievariante im gleichen Raster, in unzähligen Höhen und Ausführungen – mit Deckel, Scharnierdeckel oder als Sichtlagerkasten.
- Faltbehälter sparen auf dem Rückweg bis zu 75 % Volumen – wichtig für Leerguttransporte.
KLT sind stapelbar, robust, waschbar und fördertechniktauglich – die ideale Einheit für automatische Kleinteilelager, Routenzüge und Kommissionierwagen.
KLT im Lagerprozess
Im behältergeführten Lager ist der KLT die buchbare Einheit: Jeder Behälter trägt eine eindeutige Kennung (Barcode oder RFID-Tag) und das System weiß, welcher Inhalt in welchem Behälter an welchem Platz steht. Kommissioniert wird in Auftragsbehälter, transportiert per Fördertechnik oder Fahrerlosem Transportsystem – der KLT ist dabei das gemeinsame Format, auf das die gesamte Technik ausgelegt ist.
Dazu kommt das Behältermanagement: KLT sind Mehrweg-Umlaufmittel mit Tauschkonten zwischen Lieferant und Abnehmer – verlorene Behälter sind ein realer Kostenfaktor, den eine saubere Verwaltung im Griff behält.