FIFO steht für First In – First Out (deutsch sinngemäß: „Was zuerst hereinkommt, geht zuerst hinaus”). Das Entnahmeprinzip sorgt dafür, dass die am längsten lagernde Ware zuerst ausgeliefert wird – Bestände veralten nicht, Liegezeiten bleiben gleichmäßig.
Wo FIFO gefordert ist
FIFO ist das Standardprinzip für die meisten Sortimente: Es verhindert Überlagerung bei Artikeln mit begrenzter Haltbarkeit, technischem Änderungsstand (Revisionen!) oder empfindlicher Verpackung. Auch buchhalterisch existiert FIFO als Verbrauchsfolgeverfahren für die Bestandsbewertung – im Lager geht es jedoch um die physische Entnahmereihenfolge.
Umsetzung im Lager
Organisatorisch lässt sich FIFO über die Lagertechnik erzwingen oder über das System steuern:
- Durchlaufregale befüllen von hinten und entnehmen vorn – FIFO ist baulich garantiert.
- Systemgeführt: Das Warehouse Management System kennt das Wareneingangsdatum jeder Palette oder Charge und schlägt bei der Auslagerung immer die älteste verfügbare Einheit vor.
Ohne Steuerung passiert das Gegenteil: Am Blocklagerstapel oder im Fachregal greift man automatisch zur vordersten, also jüngsten Ware – gelebtes LIFO mit vergammelnder Hinterreihe.
Abgrenzung
LIFO (Last In – First Out) ist das Gegenprinzip, FEFO (First Expired – First Out) verfeinert FIFO für Ware mit Verfallsdatum: Dort zählt nicht das Eingangsdatum, sondern das Mindesthaltbarkeitsdatum.