Sendungsverfolgung (englisch: Track and Trace) bezeichnet die Möglichkeit, den Weg einer Sendung nachzuvollziehen – wobei die beiden englischen Begriffe zwei Blickrichtungen beschreiben: Tracking verfolgt die Sendung nach vorn („Wo ist sie jetzt, wann kommt sie an?”), Tracing rekonstruiert den Weg zurück („Woher kam sie, welche Stationen hat sie durchlaufen?”).
Wie die Kette entsteht
Die Verfolgbarkeit entsteht durch eindeutige Identifikation plus Scan-Ereignisse an jeder Station:
- Im Lager erhält jedes Packstück eine NVE/SSCC oder die Paketnummer des Frachtführers.
- Beim Verladen, Umschlagen und Zustellen wird gescannt – jedes Ereignis (Status, Zeit, Ort) fließt in die Ereigniskette.
- Statusmeldungen der Frachtführer laufen per Schnittstelle zurück ins eigene System und zum Endkunden („Ihre Sendung kommt morgen”).
Mehr als Paketstatus: Rückverfolgbarkeit
Tracing reicht tiefer als die Paketebene: In chargenpflichtigen Branchen muss sich lückenlos belegen lassen, welche Charge in welchem Packstück an welchen Empfänger ging. Diese Kette beginnt nicht beim Frachtführer, sondern im Lager – bei chargenrein geführten Beständen und gescannten Entnahmen.
Die Rolle des Lagers
Ein Warehouse Management System legt das Fundament der Sendungsverfolgung: Es bildet Packstücke mit NVE, dokumentiert Inhalt und Verladung und übergibt die Daten an Frachtführer und Kunden. Was draußen als komfortables Paket-Tracking sichtbar wird, beginnt drinnen mit sauberen Scans am Packplatz.