Bei der Festplatzlagerung (englisch: Fixed Bin Storage oder Fixed Location Storage) hat jeder Artikel einen fest zugeordneten Stammplatz: Schrauben M8 liegen immer in Regal 12, Fach 3 – heute, morgen und nächsten Monat. Das Prinzip ist die traditionelle Form der Lagerordnung und in kleinen Lägern bis heute verbreitet.
Stärken
- Ortskenntnis: Erfahrene Mitarbeiter finden Artikel blind – auch ohne Systemunterstützung oder bei Systemausfall.
- Ergonomische Optimierung: Griffhöhen und Laufwege lassen sich einmalig sauber planen (Slotting) und bleiben stabil.
- Einfachheit: Auch mit einfachen Mitteln (Warenwirtschaft ohne Platzverwaltung, Etiketten, Listen) beherrschbar.
Schwächen
- Platzverschwendung: Der Stammplatz muss auf den Maximalbestand ausgelegt sein – ist der Artikel fast abverkauft, bleibt der Platz trotzdem belegt und leer zugleich.
- Starrheit: Sortimentswechsel bedeuten physische Umzugsprojekte; Saisonartikel blockieren im Rest des Jahres wertvolle Fläche.
- Wachstumsgrenze: Neue Artikel brauchen neue Plätze – auch wenn woanders Fläche frei wäre.
Die bewährte Mischform
In vielen Lägern gilt: Festplatz vorn, chaotisch hinten. Die Kommissionierzone arbeitet mit festen, ergonomisch geplanten Pickplätzen; die Reservebestände dahinter lagern chaotisch mit maximaler Flächennutzung. Ein Warehouse Management System verbindet beide Welten und steuert den Nachschub vom Reserve- zum Festplatz automatisch.